Syren

Titel: Die Sängerin der Tiefe, die Sturmbraut
Andere Namen: -

Elemente: Wasser, Schatten
Machtgrad: Infernalische Kraft
Göttliche Sphäre: Schatten
Domäne: Die Tiefe des abyssalischen Meers

Zuständigkeiten: Die See, Stürme, Schicksalslaunen, Unglück und Meereslebewesen.
Symbol: Eine Seeschlange, die sich aus stürmischer See erhebt.

Templerwaffe: Dreizack
Templerlehre: Seefahrerlehre
Templer-Reservepfad: Wasser

Syrens Reich liegt, den Geschichten nach, tief unter dem Meer, an einem Ort den kein Sterblicher je lebend erreichen wird. Man sagt, das gefallene Seeleute ihrer Umarmung anheim fallen und von ihr gerichtet werden. Manchmal schickt sie Ertrunkene ins Leben zurück, manchmal nimmt sie sie in ihr prächtiges Unterwasserreich auf aber manchmal lässt sie sie auch zu Futter für ihre Tiefseebestien werden. Syren ist eine launische und enigmatische Göttin, die zwischen Licht und Schatten wandelt und sich keiner höheren Ordnung unterstellt. Von ihrem Element hängt das Leben der Welt ab und nur ein Narr provoziert den Unwillen der Meeresgöttin. Tatsächlich werfen Seeleute ohne viel Aufhebens Einfaltspinsel über Bord, die sich auf See der launischen Göttin gegenüber unbedacht äußern, um so wenigstens ihren Zorn ein wenig zu lindern. Syren wird am stärksten von Clans verehrt, die in Symbiose mit dem Wasser leben, aber überall wird sie in irgendeiner Form verehrt.
Syren wird eher gefürchtet als geliebt – sie ist wundervoll und schrecklich zugleich und ihre Launen sind unberechenbar. Man kann nur hoffen, dass all die erbrachten Ehrerbietungen und Opfer genug sind, um sie zumindest für eine Reise über das Meer milde zu stimmen.

Trotz ihres üblen Temperaments und ihren Hang zur Grausamkeit ist Syren jedoch keine Feindin der Menschen – sie prüft diejenigen, die sich in ihr Element wagen nur aufs schärfste. Jene, die selbst im Auge des Sturms noch bestehen und selbst unter dem größten Unglück noch Haltung bewahren, werden von ihr oft in irgendeiner Form beschenkt. Ein Geschenk Syrens kann aber auch ein Tod unter den Wellen sein, um als Triton an ihrer Seite wiedergeboren zu werden. Syren ist außerdem die Göttin des Schicksals und entsendet manchmal Visionen über bevorstehende Schicksalsschläge und Katastrophen an ihre Günstlinge. Sie ist keine Freundin der Lichtgötter Celestias, aber auch nicht direkt mit den Göttern des Schattens verbündet. Sie findet sowohl die Stärke von Eox- als auch Nekros-Templern inspirierend und sieht in ihren Korsaren am liebsten Eigenschaften beider Extreme. Mut und Selbstvertrauen sind die wichtigsten Eigenschaften im Klerus der Syren. Die Göttin verachtet Feiglinge und solche, die um ihr Leben winseln. Ihr Reich bedeckt einen Großteil des Planeten und es wäre blanker Wahnsinn, es sich komplett mit ihr zu verscherzen. Syren ist dafür bekannt, dass sie nur schwer vergibt und wahrhaftig Himmel und Hölle in Bewegung setzt, um das Ziel ihres Grolls ertränken zu können.

Tempel der Syren
Die Tempel der Sängerin sind dunkle, atmosphärische Anlagen, in denen das Reich unter den Wellen durch Licht- und Wasserspiele nachgeahmt wird. Das Licht kommt nur gefiltert durch dunkle, blaue Scheiben ins Innere und ein konstantes Plätschern und Wasserrauschen ist neben den Gebeten und Litaneien zu hören. Priester tragen kleine Lichter, mit denen sie die Gläubigen zum Altar oder den Gebetsnischen führen. Diese Lichter sind das einzige Licht, das im Tempel erlaubt ist.
Seeleute statten bei der Ankunft in einer Stadt und vor der Abreise immer dem Tempel Syrens einen Besuch ab, um der Göttin Respekt zu zollen. Ein Seemann ist mit Syren verheiratet und sie ist eine Frau, die ihm zwar das Fremdgehen verzeiht, aber nicht vergessen zu werden. Von Syren geliebt zu werden ist schon gefährlich genug, aber von ihr gehasst zu werden ist praktisch ein Todesurteil.

Die Tempel der Syren bieten neben üblichen Priesterdiensten auch magische Tränke zum Wasser atmen und Seekarten an. Letztere jedoch nur für diejenigen, die der Göttin auch gebührenden Respekt zollen.

Pfad des Templers
Syren nimmt Templer nicht ohne weiters an. Einzig Korsaren und solche, die Ihr Leben dem Meer gewidmet haben, stehen in ihrer Gunst. Um ein Templer der Syren zu werden, müsst Ihr schon außerordentlichen Gefahren auf See getrotzt und ihre besten Versuche, Euch zu ertränken, überstanden haben. Erst wenn sie mit Euch nach allen Regeln der Kunst Schlitten gefahren ist, wird sie Euch als Templer akzeptieren.

Ihr seid verpflichtet, das Wort der Sängerin zu verkünden, wo immer Ihr Ruf verblasst oder in Vergessenheit gerät. Im Herzen des Landes zu leben bedeutet nicht der Göttin nichts schuldig zu sein. Alles Wasser kommt vom Meer und kehrt dahin zurück – ihre Arme erreichen jeden Punkt dieser Welt. Ihr seid der Beweis. Ihr werdet den Willen der Göttin verrichten, wenn sie es wünscht und nichts soll sich Euch in den Weg stellen. Ihr tragt Ihr Wort in die entlegendsten Winkel der Welt und berichtet von der schrecklichen Schönheit der Sturmbraut. Wenn Ihr zur See fahrt, seid Ihr für den Respekt direkt verantwortlich, der Syren entgegengebracht wird. Lasst nicht zu, dass der Name Syrens missbraucht wird oder in Vergessenheit gerät. Klagt nicht über erlittenes Unglück oder hartes Schicksal und mahnt auch andere, die Dinge so zu nehmen, wie sie kommen. Euer Schicksal wurde von Syren schon lange vorherbestimmt und darüber zu klagen ist eine Beleidigung für ihren göttlichen Willen. Syren lächelt denen zu, die selbst im größten Unglück noch lachen können.

Templer der Syren sind ein seltener Anblick und man sagt, das sie alle ein wenig wirr im Kopf wären – leise natürlich und möglichst weit entfernt vom Wasser. Die Begegnung mit der Göttin selbst lässt selbst den willensstärksten Templer zerbrechen und wer von Syren neu zusammengesetzt wurde, ist nicht mehr ganz derselbe.

Priesterliche Gebote
Als Templer der Meeresgöttin dürft Ihr nur Waffen tragen, die auch im Wasser Verwendung finden könnten, wie z.B. Harpunen, Speere, Dreizack, Netze oder Rapier. Darüber hinaus ist es Euch nicht erlaubt, eine Rüstung zu tragen, die Euch beim schwimmen behindert.*

*Die typische Templerrüstung behindert massiv beim schwimmen – zwar kann sich der Templer frei darin bewegen, aber das immense Gewicht der Rüstung wird nicht aufgehoben und macht das Schwimmen praktisch unmöglich. Die stärkste Rüstung, unter normalen Umständen, die Ihr tragen könntet, wäre eine leichte Stoffrüstung oder ein leichter Synthetikpanzer.